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Die Ducati Motor Holding S.p.A. ist ein traditionsreicher italienischer Motorradhersteller.

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Ducati 848 von 2008

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Ducati 1098s von 2007

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Ducati 750 SuperSport von 1991


HistorieBearbeiten

  • 1926 Das Unternehmen wurde von Adriano und Marcello Ducati in Bologna gegründet. Die damalige Società Scientifica Radiobrevetti Ducati produzierte zunächst Bauteile für Radios.
  • 1946 Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam die Fertigung des Fahrradhilfsmotors Cucciolo hinzu. Dies fand bereits ohne Mitwirkung der Familie Ducati unter staatlicher Verwaltung statt. Noch im selben Jahrzehnt begann die eigene Entwicklung kompletter Fahrzeuge.
  • 1953 wurde das Unternehmen in die Ducati Elettronica S.p.A. und den Motorradhersteller Ducati Meccanica S.p.A. aufgeteilt. Im folgenden Jahr trat Fabio Taglioni als Chefkonstrukteur in dessen Dienste.
  • 1955 Die Ducati Gran Sport war die erste Ducati, deren Viertaktmotor mit einer obenliegender Nockenwelle und einer diese antreibenden Königswelle ausgestattet war.
  • 1963 Der Vierzylinder-Prototyp Apollo hatte erstmals einen 90°-V-Motor mit in Fahrtrichtung liegenden und stehenden Zylindern, wie es später für Ducati-Motoren typisch wurde.
  • 1969 Der Name Ducati ist untrennbar mit dem Begriff Desmodromik verknüpft. Es gibt derzeit keinen anderen Hersteller, der Motoren mit zwangsgesteuertem Ventiltrieb produziert. Entwickelt wurde die Desmodromik seit Mitte der 50er Jahre für den Einsatz in Rennmaschinen. Das erste Serienmotorrad der Welt mit Desmodromik war 1969 die Ducati Mark 3 D.
  • 1970 begann mit der Ducati 750 GT die Ära der V-Zweizylinder mit 90° Zylinderwinkel, von Ducati selbst, wegen der nach vorn geneigten Zylinder, „L-Twin“ genannt.
  • 1974 wurde die Produktion der Einzylindermodelle eingestellt, mit denen Ducati sowohl im Straßenrennsport als auch im Geländerennsport erfolgreich gewesen war.
  • 1977 Die Ducati Pantah leitete die Ablösung der Königswellen zum Nockenwellenantrieb durch Zahnriemen ein.
  • 1983 Ducati kooperiert auf Grund anhaltend schlechten Geschäftsverlaufs mit dem italienischen Zweiradhersteller Cagiva.
  • 1985 wurde Ducati von Cagiva übernommen. Im folgenden Jahr ging der langjährige Chefkonstrukteur Fabio Taglioni in den Ruhestand. Massimo Bordi stieg zu seinem Nachfolger auf.
  • 1986 Die vollständig verkleidete Ducati Paso war das erste Modell mit entgegengesetzter Anordnung der Ein- und Auslasskanäle der Zylinder. Die damit möglich gewordene Platzierung beider Vergaser zwischen den Zylindern ermöglichte erstmals eine zentrale Airbox.
  • 1987 wurde mit der Ducati 851 der Grundstein für die Modellreihen der Superbikes mit wassergekühlten Motoren, vier Ventilen pro Zylinder und elektronischer Benzineinspritzung gelegt. Ein Zweizylinder mit den Fahrleistungen der 851 war bis dahin nicht vorstellbar. Ducati dominierte mit ihr bald die World Superbike-Rennklasse der FIM.
  • 1994 Die von Massimo Tamburini entworfene Ducati 916, die neue Maßstäbe im Motorraddesign setzte, führte diese Erfolgsserie fort.
  • 1996 Cagiva wurde zahlungsunfähig und verkaufte 51 % von Ducati an die amerikanische Texas Pacific Group. 1998 ging Ducati ganz in deren Besitz über.


RennsportBearbeiten

Ducati engagiert sich mit seiner Rennabteilung Ducati Corse seit Jahrzehnten aktiv im Motorradrennsport. Die beiden Hauptsäulen des aktuellen Engagements bilden die Teilnahme an der MotoGP-Klasse der FIM-Motorrad-WM und die FIM World Superbike-WM, wo man jeweils ein Werksteam unterhält und gegen die teils übermächtige japanische Vierzylinder-Konkurrenz beachtliche Erfolge vorweisen kann. In der Superbike-WM konnte man seit Eröffnung der Serie im Jahr 1988 14 Fahrerweltmeisterschaften feiern. Im MotoGP erreichte man seit dem Einstieg im Jahr 2003 sieben Grand Prix-Siege.

DucatistiBearbeiten

So werden die Ducati-Fahrer und auch die Fans der Marke Ducati genannt. Selten gleicht eine Ducati der anderen. Fast alle werden von ihren Besitzern mehr oder weniger verschönert und umgebaut. Die Fans der Marke sind häufig sehr engagiert und die Besitzer von Ducati-Maschinen haben sich weltweit unter anderem in Ducati Owners Clubs zusammen geschlossen. Diese Clubs organisieren Treffen, Ausfahrten und Stammtische. Einige betreiben auch eigene Internetseiten. Auf der Ducati-Homepage sind für Interessierte Kontaktadressen aufgeführt.


Aktuelle Modelle (Stand 12/2009)Bearbeiten

  • Retro-Bikes
    • Sport 1000 S: 11495 Euro
    • GT 1000: 10300 Euro
    • GT 1000 Bicolore: 10600 Euro
    • GT 1000 Touring: 10800 Euro

(Deutsche Listenpreise laut Webseite)


Modelle 2008Bearbeiten

2006 verbaute Ducati vier verschiedene Motorreihen. Alle mit Desmodromik, elektronischer Benzineinspritzung und Sechsgang-Getriebe:

  1. luftgekühlter Desmodue 90° L-Twin, OHC, 2 Ventile je Zylinder, Hubraum: 696, 992, 1078 ccm (Monster, SportClassic, Multistrada, Hypermotard)
  2. flüssigkeitsgekühlter Testastretta/Testastretta Evoluzione 90° L-Twin, DOHC, 4 Ventile je Zylinder, Hubraum: 849, 998, 1099, 1198 ccm (848, Monster, 1098, 1098R)
  3. flüssigkeitsgekühlter 90° V4, DOHC, 4 Ventile je Zylinder, Hubraum: 800, 989 ccm (Desmosedici GP, Desmosedici RR)


  • Ducati SportClassic
    • GT 1000
    • Sport 1000 Biposto
    • Sport 1000 S


Frühere Modelle (Auswahl)Bearbeiten

  • Ducati Sporttouring
    • ST3
    • ST3s ABS
    • ST4


WeblinksBearbeiten

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ducati aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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