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Die Ducati Desmosedici ist ein Rennmotorrad des italienischen Herstellers Ducati in der MotoGP-Klasse. Sowohl das Ducati-Werksteam als auch das Ducati-Kundenteam D'Antin MotoGP setzen je zwei Desmosedici ein.

Die Desmosedici wurde entsprechend der Saison 2003, 2004, 2005, 2006, 2007 und 2008 jeweils mit den Bezeichnungen GP3, GP4, GP5, GP5, GP6, GP7 und GP8 versehen.

Das Motorrad gilt als eines der stärksten und schnellsten im MotoGP-Feld und stellte im Jahre 2004 mit 347,4 km/h den Geschwindigkeitsrekord für MotoGP-Bikes auf.

Die Replika mit Straßenzulassung nennt sich Ducati Desmosedici RR.


Technische Daten (GP6)Bearbeiten

  • Viertaktmotor
  • flüssigkeitsgekühlter 90°-Vierzylinder in L-Form, 2 DOHC, 4 Titan-Ventile pro Zylinder, desmodromisch über Zahnräder gesteuert, Titan-Pleuel, Nasssumpfschmierung, elektronische Magneti-Marelli-Einspritzanlage, "SHOWER"-Einspritzdüsen, 4 ovale Drosselklappen, Verdichtung 14,0 : 1
  • Bohrung x Hub 86,0x42,6, Hubraum 989 ccm
  • Leistung: mehr als 195 kW/262 PS bei 16900/min
  • Drehmoment: 100 Nm bei 14000/min
  • Kraftstoff Shell Racing V-Power
  • 6-Gang-Kassettengetriebe
  • Kettenantrieb (Rollenkette)
  • Fahrwerk=voll einstellbar, druckbeaufschlagte TiN-beschichtete 42 mm Öhlins Upside-Down-Gabel, Aluminium-Zweiarmschwinge mit über Hebelsystem angelenktem Öhlins -Einzelfederbein / CrMo-Stahlrohr-Gitterrahmen
  • Bremsen=vo. 2 × 320 mm Carbon-Scheibenbremse, 4-Kolben-Festsättel / hi. 210 mm Stahl-Scheibenbremse, 2-Kolben-Festsattel
  • Länge=1,4 m (variabel)
  • Reifendimension vorne=125/600 R 16.5
  • Reifendimension hinten=190/650 R 16.5
  • Trockengewicht 148 kg
  • Tankvolumen 21 l
  • Vorgängermodell Desmosedici GP05
  • Nachfolgemodell Desmosedici GP07
  • Besonderheiten:

Anti-Hopping-Kupplung, vorn radial befestigte Brembo-Monobloc-Bremssättel, Radialbremspumpe, Verkleidung/Frontfender/Heckmonocoque aus CFK (Carbon), 4-in-4 Titan-Auspuffanlage }}


TechnikBearbeiten

Die 2002 der Öffentlichkeit vorgestellte Maschine debütierte 2003, ein Jahr nach Einführung des neuen Viertakter-Reglements im MotoGP.

Um in der Königsklasse des Motorradsportes wettbewerbsfähig sein zu können, wurde erstmals auf das klassische L2-Zylinder-Konzept zu Gunsten eines drehfreudigeren und damit leistungsfähigeren V4-Zylinders verzichtet. Allerdings blieben die Konstrukteure um Gianluigi Mengoli (techn. Direktor Ducati Corse) der alten Ducati-Tradition treu und konstruierten, vereinfacht beschrieben, einen doppelten V2-Zylinder-Motor mit 16 desmodromisch betätigten Ventilen. Die Zylinder zündeten bis 2006 in einer asymmetrischen Zündfolge, von Ducati Twin Pulse und später Big Bang/Long Bang genannt[1] [2]. Dies sollte jeweils Vorteile in der Fahrbarkeit der Maschine und im Reifenverschleiß bringen.

Für die Saison 2007 wurde das Motorrad an das geänderte Reglement angepasst. Der Hubraum wurde von 990 auf 800 ccm reduziert. Gleichzeitig wechselte Ducati von der Big Bang/Long-Bang- auf die konventionelle V4-Zündfolge.

Der Motor ist als volltragendes Element ins Fahrwerk integriert, so dass der Ducati-typische Gitterrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl sehr kompakt und leicht ausfallen kann.


ErfolgeBearbeiten

Bereits im ersten Einsatzjahr 2003 konnte Ducati-Werksfahrer Loris Capirossi mit der Desmosedici GP03 den ersten Grand Prix-Sieg auf dem Circuit de Catalunya/Spanien feiern. Am Saisonende belegte man den zweiten Platz in der Konstrukteurswertung.

In der Saison 2005 gewann Loris Capirossi die Rennen in Motegi/Japan und Sepang/Malaysia auf der Desmosedici GP05.

Im Jahre 2006 siegte Capirossi mit der Desmosedici GP06 bei den Grand Prix von Jerez/Spanien, Brno/Tschechien und Motegi/Japan. Ersatzfahrer Troy Bayliss gewann beim Saisonfinale den Grand Prix von Valencia vor seinem Teamgefährten Loris Capirossi. In der Fahrerwertung belegte Loris Capirossi am Ende den 3. Gesamtrang, auch in der Konstrukteurswertung sicherte sich Ducati den 3. Platz.

Am 23. September 2007 wurde Casey Stoner nach mehreren Grand-Prix-Siegen vorzeitig und überlegen MotoGP-Weltmeister. Insgesamt konnte er 367 Punkte einfahren (Zweitplatzierter Daniel Pedrosa: 242 Punkte). Teamkollege Loris Capirossi wurde mit 166 Punkten Siebenter der Fahrerwertung. Auch den Konstrukteursweltmeistertitel konnte sich Ducati in dieser Saison sichern.



LinksBearbeiten

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ducati Desmosedici aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


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