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Leichtkraftrad

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Leichtkrafträder sind Motorräder mit bis zu 125 ccm Hubraum und einer Leistung von nicht mehr als 15 PS/11 kW. Sie dürfen mit Fahrerlaubnisklasse A1 gefahren werden. Deshalb sind sie bei allen beliebt, die die Fahrerlaubnisklasse A nicht oder noch nicht haben. Dies sind insbesondere Jugendliche im Alter von 16 bis 18 und Pkw-Fahrer, die ihre Pkw-Fahrerlaubnis vor dem 01.04.1980 erhalten haben.

Seit 2012 müssen Fahrer unter 18 Jahren ihr Motorrad nicht mehr auf eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 80 km/h drosseln lassen.

125er über 15 PS/11 kW erfordern die Fahrerlaubnisklasse A.

Bis vor einigen Jahren waren für Leichtkrafträder nur 80 ccm Hubraum erlaubt, daher werden sie mitunter noch heute fälschlich als "80er" bezeichnet.


KostenBearbeiten

  • Fahrerlaubnis: ca. 600-1200 €
  • Anschaffungskosten: neu ca. 2000-5000 €, gebraucht ca. 3-5 Jahre alt ab 1000 €
  • Haftpflicht-Versicherung: für 16/17-jährige Fahrer 400-600 € jährlich, für ältere Fahrer um die 120 €
  • Kraftstoffverbrauch: 1,8 l/100 km (Honda Innova, Viertakter), bis 6,4 l/100 km (Aprilia RS 125, Zweitakter)
  • Schutzkleidung 500-1500 € - genauso wichtig wie beim Motorrad
  • auf Leichtkrafträder wird keine Kfz-Steuer erhoben.


Lohnt A1?Bearbeiten

Mit 16 steht man vor der Wahl zwischen Führerschein AM und A1.

Contra A1:

  • Führerschein A1 ist zunächst teurer als AM.
  • 125er Fahrzeuge sind teurer als 50er Fahrzeuge.
  • Die Versicherung ist bei 125ern teurer als bei 50ern (350-450 €/Jahr) und man muss damit zum TÜV (40-60 € alle 2 Jahre).
  • Innerorts darf man wegen des Tempolimits (eigentlich) mit Klasse M nur 5 km/h schneller fahren, außer in Münster vor einigen Jahren ( Hauptverkehrsstraßen Tempo 70 scheiß Straßenverkehrsamt auf 50 gedrosselt)

Pro A1:

  • 125er Fahrzeuge sind robuster und wertstabiler als 50er.
  • Man darf 2 Jahre 100-120 km/h und 125 ccm/15 PS statt 45 km/h und 50 ccm fahren. Das ist insbesondere bei weiten Strecken, außerorts und in bergigen Regionen von Vorteil.
  • Sicherheitsgewinn durch die Fähigkeit, im Verkehr mitzuschwimmen. Mit 45 km/h wird man innerorts oft rücksichtlos überholt und abgedrängt.
  • Der Vorbesitz der Fahrerlaubnisklasse A1 verkürzt die Fahrschule zur Klasse A2, da nurnoch eine Prüfung nötig ist und spart so ca. 700-1100 €. Klasse M ist in A und B enthalten, wird dann also wertlos. A1 mit 16 und A2/B mit 18 ist günstiger als AM mit 16 und A/B mit 18.
  • Führerscheine werden immer teurer. Wer später jemals Leichtkraftrad oder Motorrad fahren will, spart dadurch Geld, den Führerschein möglichst früh zu machen.
  • Man kann mit Führerschein A1 auch trotzdem im Unterhalt günstigere 50er fahren.
  • Man hat mit 16 noch die Freizeit, bequem einen Führerschein zu machen.
  • Mit dem Erwerb der Klasse A1 beginnt die Probezeit (Führerschein auf Probe) zu laufen und ist ohne Vergehen nach 2 Jahren abgelaufen. Klasse M startet die Probezeit nicht.
  • Frisierte 50er zu fahren, die schneller als 45 km/h laufen, ist mit Klasse M eine Straftat, mit Klasse A1 nur eine Ordnungswidrigkeit.


HöchstgeschwindigkeitBearbeiten

  • Laut neuen Regelungen gibt es seit dem 19.01.2013 keine Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung mehr. Jedoch bleiben die Bedingungen die selben : max 11kW und 125ccm, daraus ergeben sich etwa:
  • 10 PS/7 kW um die 90 km/h, mit 15 PS/11 kW um die 110 km/h
  • vollverkleidete Sportler mit 15 PS ca. 120 km/h
  • vollverkleidete Sportler mit 30 PS (Führerscheinklasse A) bis zu 160 km/h


LeistungsgewichtBearbeiten

Seit 2013 gibt es für den Führerschein A1 eine Beschränkung des Leistungsgewichts von höchstens 0,1 kW/kg. Daraus ergibt sich ein Mindestgewicht von 110 kg bei den höchstens erlaubten 15 PS/11 kW. Praktisch alle Angebote auf dem Markt erfüllen dieses Kriterium.

Beispielwerte:

  • 2008er Aprilia RS125 (mit A1-Drossel): 137 kg bei 15 PS/11 kW = 0,08 kW/kg = 9,13 kg/PS
  • 2007er Honda CBR125R: 124 kg bei 14 PS/10 kW = 0,08 kW/kg = 8,86 kg/PS
  • 2007er Honda Varadero 125: 169 kg bei 15 PS/11 kW = 0,065 kW/kg = 11,27 kg/PS


Marktgängige ModelleBearbeiten

  • Yamaha YZF-R125: Viertakt-Sportler mit sportlich-radikaler Optik, seit 2008 auf dem Markt, volle 15 PS, angesichts des Gegenwertes preisgünstig, ab Februar 2015 mit ABS
  • Honda CBR125R: sehr beliebter, alltagstauglicher Viertakt-Sportler, gilt als sehr zuverlässig. Preisgünstig.
  • Honda Varadero 125: Ausgewogenes Allround-Bike im Reise-Enduro-Design mit Viertakt-V2-Motor, das auf den ersten Blick wie ein hubraumstärkeres Motorrad aussieht. Bequemere Sitzposition für größere Menschen. Teuer in der Anschaffung.
  • Suzuki Address und Honda Innova: nahezu Baugleiche 125er mit Rolleroptik, kupplungsloser Schaltung und geringstem Verbrauch von 1,8-2,4 l/100 km aller Leichtkrafträder.
  • MZ RT 125: besonders in den neuen Bundesländern beliebter Viertakt-Allrounder, volle 15 PS, preiswert.
  • Aprilia RS4 125: Viertakt-Supersportler mit sportlich- radikaler Optik, sieht der RSV4 von Aprilia sehr ähnlich, seit 2011 als Viertakter davor Zweitakter, volle 15 PS, Höchstgeschwindigkeit zwischen 110- 120 km/h
  • diverse Motorroller.

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