Mehrscheiben-Trockenkupplung
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Die Trockenkupplung ist eine Reibungskupplung, die den Reibungswiderstand zwischen Platten nutzt, um Kräfte zu übertragen. Dabei wird ein Drehmoment übertragen, abhängig von der Fläche, dem Material und dem Anpressdruck der Scheiben.
Während bei einem Auto die Größe der Kupplungsscheiben nahezu beliebig ist, reicht bei einem Motorrad im Allgemeinen der zur Verfügung stehende Raum nicht aus. Deshalb werden in Motorrädern Mehrscheiben-Kupplungen verwendet, in denen die Reibungswiderstände der Scheiben sich addieren.
Zum einen hat die Trockenkupplung einen besseren Wirkungsgrad als eine Ölbadkupplung, da der direkte Kontakt der Reibscheiben nicht durch umgebende Kühlflüssigkeit gedämpft bzw. gemindert wird. Zum anderen lässt sich der Belagwechsel schneller und einfacher durchführen. Da aber die kühlende Wirkung des Ölbads entfällt, wird die Trockenkupplung wesentlich schneller heiß. Dies widerum führte im Rennsport zum Perforieren, Einschneiden oder Weglassen der Kupplungsabdeckung. Die Folge ist das charakteristische "Rasseln" (Eingekuppelt, aber getrennt = Scheiben drehen und schlagen aneinander) und "Klingeln" (Leerlauf, Scheiben vibrieren). Einige Motorrad- Hersteller, insbesondere Ducati verwenden Trockenkupplungen auch bei Strassenmotorrädern.
Das Öffnen des Kupplungsdeckels hat eine technische Funktion und ist nicht untersagt, kann sich aber bei Emissionskontrollen aufgrund es erhöhten Geräuschpegels negativ auswirken.
Ein Nachteil der offenen Kupplung ist die erhöhte Verschmutzung und Korrosion.
Die Trockenkupplung ist jedoch im Wesentlichen aufgrund des höheren Wirkungsgrades und -bei offener Kupplung- der besseren Kühlung langlebiger.
