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Motorradfahren

Aus Motorrad-Wiki

Motorradfahren ist mehr als Fortbewegung von A nach B, mehr als Bedienung einer Maschine. Für die meisten ist es ein Erlebnis, für viele sogar Selbstzweck. Man sucht nach Zielen, zu denen man fahren kann, nicht nach einer Möglichkeit, zum Ziel zu kommen - Hauptsache, man fährt!

Empfunden wird Motorradfahren vom Fahrer als krasser Gegensatz zum Autofahren. Man ist nicht in einer Hülle gefangen, die einen von der Umwelt abtrennt. Man ist mitten im Geschehen, kann jederzeit einen Fuß auf die Straße setzen, jede Bewegung beeinflusst das Fahrverhalten. Man spürt den Wind, erlebt alle Gerüche, fühlt die Wärme. Zwischen den Beinen arbeitet der Motor, deutlich hör- und fühlbar. Motorradfahren ist ein Fest für die Sinne, eine Flucht aus dem Alltag, eine herrlich analoge, naturnahe, echte Erfahrung.

Je nach Wetter und Verkehrssituation macht Motorradfahren natürlich nicht immer gleich viel Freude. Im Straßenverkehr muss man stets auf der Hut sein, keinen Unfall zu bauen bzw. in einen verwickelt zu werden. Ein Motorrad hat auch viele Vorteile: Geringe Kosten, zügiges Überholen, leichtes Finden von Parkplätzen, Ausnutzen von Schlupflöchern im Städtebau.

Motorradfahren bringt den Einstieg in die Gemeinschaft der Motorradfahrer mit sich. Hilfsbereitschaft und Solidarität untereinander ist das oberste Gebot, der Motorradfahrergruß ist ein Ausdruck davon. Allen Unkenrufen zum Trotz werden Motorradfahrer nie ein solch feindseliges Verhältnis zueinander haben wie z.B. Autofahrer, die sich über jeden ärgern, der vor oder hinter ihnen fährt oder ihnen den letzten/besten Parkplatz weggenommen hat.


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