Motorradfahrer
Aus Motorrad-Wiki
Da immer mehr Menschen Motorrad fahren, sind Motorradfahrer inzwischen auch fast schon ein Querschnitt durch die Bevölkerung. Abweichungen vom Durchschnittsbürger sind: Sehr hoher Männeranteil, höheres Durchschnittsalter, geringer Ausländeranteil. Viele Menschen arbeiten in einer verwandten Branche (Kfz, Metall), genausoviele aber auch ganz woanders (Büro, Verkauf, Lehre, ...).
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[Bearbeiten] Stereotypen
Wie überall im Leben kann auch beim Motorradfahren Schubladendenken Kommunkation ersetzen. Folgende Typisierungen ergeben sich fast von alleine, sind in der hier dargestellten Form nicht ganz ernst gemeint - es sollen möglichst alle gleich schlecht wegkommen.
[Bearbeiten] Der Genussfahrer
... hat noch ein Auto und fährt nur zur Entspannung Motorrad, oder weil es schon immer sein größter Traum war. Heute sind diese Fahrer in der Mehrheit, was auch erklärt, warum es am Wochenende so voll wird.
[Bearbeiten] Der Vollzeitfahrer
... fährt Motorrad, nur Motorrad und nichts ausser Motorrad. Auch im Winter und bei Regen. Fühlt sich im Sommer angesichts tausender Freizeitfahrer peinlich berührt. Normalerweise wegen extremer Laufleistungen auf einer älteren BMW oder Honda unterwegs.
[Bearbeiten] Klein-Ghostrider
... hat gemerkt dass jedes Auto, was er sich leisten kann, viel zu lahm ist, und fährt deshalb Motorrad - natürlich Supersportler, am besten schon mit 18 (heimlich auf 34 PS gedrosselt oder ganz doof und illegal offen). Am Tank oder Lenker hängt eine Kamera, mit der er seine Fahrten filmt. Fährt selten länger als zwei Jahre so, entweder wegen Polizei, Krankenwagen oder Kreuz am Straßenrand.
[Bearbeiten] Der Schrauber
Sein Motorrad verbringt mehr Zeit in der Werkstatt als auf der Straße - macht aber nix, denn der Schrauber hat Spaß am Basteln, und Individualität muss ja schließlich sein. Sein Motorrad gibt auf den ersten Blick selbst Experten Rätsel auf, um was für ein Modell es sich dabei handeln mag. Komponenten verschiedener Baureihen, Baujahre, Sparten und am besten sogar verschiedene Hersteller werden bunt gemischt. Er ist der Schrecken jedes TÜV-Prüfers und bester Freund der Schrotthändler - nicht nur als Käufer.
[Bearbeiten] Der Blümchenpflücker
... fährt selten schneller als 80 km/h, guckt sich Landschaft, Häuser, Berge, Wolken, Seen, Flüsse, Bäume, Pflanzen, Tiere an und hält alle halbe Stunde, um ein paar Fotos zu schießen. Merkmale: Stativ an Bord, Oldtimer.
[Bearbeiten] Der Sport-Fan
Hat eine Supersportler in Replica-Lackierung mit jeder Menge Carbonaufklebern und einer Startnummer. Die Lederkombi sieht der seines Idols natürlich auch zum Verwechseln ähnlich - abgesehen von der Kleidergröße. Wird beim Motorrad noch durch edle Anbauteile um jedes Gramm gefeilscht, schwabbelt am Fahrer ungeniert eine Plauze. Und das mit dem Motorradfahren klappt ja auch schon ganz gut, nur wird er oft von Fahrern mit deutlich weniger Leistung überholt.
[Bearbeiten] Der Harley-Zahnwalt
Wer viel arbeitet und viel Geld verdient, muss natürlich nur das edelste Motorrad überhaupt fahren - logisch (?), Harley-Davidson! War schließelich schon immer ein Traum, und in den Filmen fuhren die auch alle Harley. Außerdem sind die anderen auch alle kein richtigen Motorräder, deswegen grüßt er auch nie zurück, geschweige denn selbst.
[Bearbeiten] Der arme Student/Schüler
... fährt irgendeine alte hässliche runtergerittene japanische Schüssel, die es für unter 1000 Euro bei ebay oder mobile.de gab. Sein größter Albtraum ist, dass irgendwas kaputt geht, dass kann er sich nämlich echt nicht leisten, und sei es nur ein Satz Reifen. Und die Eltern waren ja auch dagegen, dass er fährt, weil das so gefährlich ist, also kann er von denen nicht wie sonst Geld abzapfen, wenn mal wieder Ebbe im Geldbeutel ist. Neidisch guckt er Leute an, die sich Motorräder beim Händler kaufen können. BMWs, Harleys oder einfach nur Modelle des aktuellen Jahrgangs wirken auf ihn wie von einem anderen Stern.
