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Pendeln bezeichnet eine unerwünschte gekoppelte Schwingung um Gier-, Roll- und Nickachse bei Motorrädern.

Die stabilisierenden Kreiselkräfte (Gyroskopischer Effekt) der Räder werden ab einer bestimmten Geschwindigkeit so hoch, daß die geringste Auslenkung durch eine Windböe, Bodenwelle oder Längsrille ein ständiges Kippen und Wiederaufrichten der Maschine bewirkt. Dabei schwingen Gabel samt Vorderrad auf der einen Seite sowie Rahmen, Motor und Hinterrad auf der anderen Seite phasenversetzt um die Lenkachse. Gleichzeitg kippt die Maschine um die Fahrzeuglängs- und Hochachse. Der Vorgang wiederholt sich 3 bis 4 mal/Sekunde und kann nur durch Reduzierung der Geschwindigkeit unterbrochen werden. Die Pendelausschläge werden mit zunehmendem Tempo größer.

Pendeln kann auch durch einen falsch eingestellten Lenkungsdämpfer, durch ein verspanntes Lenkkopflager oder durch verkrampftes Zupacken am Lenker verursacht werden, weil die Bewegungen zwischen Lenksystem und dem restlichen Motorrad dadurch gestört werden.

Motorradhersteller versuchen natürlich, den Geschwindigkeitsbereich, bei dem sich das Pendeln einstellt, über die erreichbare Höchstgeschwindigkeit des Motorrades zu legen, aber bestimmte Umstände können auch bei modernen Maschinen zu verstärktem Pendeln führen, z. B. angebrachte Seitenkoffer.

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