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Der Reifen bildet mit der Felge das Rad eines Motorrads, er überträgt die Antriebs-, Brems- und Seitenführungskräfte auf die Straße und ist daher hohen Belastungen während der Fahrt ausgesetzt.

Seite Ende 2010 gibt es eine breite Diskussion um Winterreifen am Motorrad, da der Gesetzgeber diese bei entsprechenden Straßenverhältnissen nun verlangt.


Markenbindung und FreigabenBearbeiten

Bei den meisten Motorrädern stehen im Fahrzeugschein bzw. in der Zulassungsbescheinigung bestimmte Reifenmodelle, die vom Hersteller zum Gebrauch mit dem Motorrad vorgesehen sind. Dies sind die einzigen Reifen, die man ohne weitere Dokumente fahren darf. Wer das Reifenmodell wechseln möchte, braucht eine Reifenfreigabe. Diese gibt es auf den Webseiten der Reifenhersteller zum Ausdrucken. Sie müssen mitgeführt werden.

Bei einigen neueren Motorrädern stehen in den Papieren keine Reifenmodelle mehr. Dies führt aber nicht dazu, dass man beliebige Reifen fahren darf. Es sind nach wie vor Reifenfreigaben nötig. Sinn dieser Änderung ist, dass nun der Reifenhersteller anstatt des Motorradherstellers für die Eignung eines Reifens auf dem Motorrad haftet. Quelle dazu (mopedreifen.biz, PDF)

Diese deutsche Regelung der Reifenbindung ist unter Motorradfahrern sehr unbeliebt. Ursprünglich war sie dazu gedacht, sicherzustellen, dass die spezifischen Eigenschaften eines Reifens auch zum Motorrad passen. Durch den enormen Fortschritt in der Reifenentwicklung sind heute aber eigentlich alle Reifen besser als früher und unglückliche Kombinationen kommen nicht mehr vor. Anstelle nun moderne Reifen fahren zu dürfen, zwingt die Reifenbindungsregel Motorradfahrer aber dazu, veraltete Reifen aufzuziehen, die von der Nasshaftung, Kurvenstabilität und Haltbarkeit nicht mit modernen Reifen mithalten können. Da die Reifenhersteller auch nicht jeden Reifen ewig produzieren und weil das Ausstellen einer Freigabe für den Hersteller mit Aufwand verbunden ist, der sich bei teilweise wenig noch im Betrieb befindlichen Modellen kaum rechnet, wird die Reifenauswahl für Fahrer älterer Motorräder zunehmend kleiner. So sorgt die Reifenbindung für weniger Sicherheit statt für mehr.

Zwar kann man sich beim TÜV einen neuen Reifentyp eintragen lassen (auch in abweichenden Dimensionen) mit einem Fahrversuch durch den Ingenieur, jedoch ist dies mit erhöhtem Kostenaufwand verbunden. Man ist dann auch wieder auf dieses Modell festgelegt und hat an ihrem Produktionsende das gleiche Problem wieder. Die Kosten betragen z.B. 65,90 Euro für die Einzelbegutachtung beim TÜV-Nord und 11,40 Euro für die Eintragung in die Fahrzeugpapiere beim Straßenverkehrsamt.

Vereinzelt soll es TÜV-Stellen geben, die die Reifenbindung aus den Papieren austragen. Ob man dann ohne Freigaben fahren darf, ist umstritten. Manchmal wird die Reifenbindung aus den Papieren ausgetragen, wenn Umrüstungen auf anderen Räderdimensionen eingetragen werden. Da es dann logischerweise keine passenden Freigaben mehr gibt, ist man dann legal mit jedem Reifen der richtigen Dimensionen, Speed und Load Index unterwegs. Mitunter wird dabei aber auch der gerade montierte Reifen eingetragen.

Beim Anmelden/Ummelden eines alten Motorrads (vor 2000), in dem noch keine Reifenbindung eingetragen war, wird diese oft "einfach so" eingetragen. Laut dieser Quelle mit KBA-Auskunft ist dies aber nicht rechtsverbindlich und für die Polizei nicht durchzusetzen.

Arten von MotorradreifenBearbeiten

SpartenBearbeiten

Verschiedene Reifen bedienen verschiedene Klientel:

  • Rennreifen: bieten maximalen Grip auch bei extremer Schräglage. Dafür sind sie teuer, halten nicht lange und funktionieren erst, wenn sie richtig warm sind. Rennreifen gibt es mit und ohne Straßenzulassung, in verschiedenen Mischungen, mit und ohne Profil (Slicks).
  • Sportreifen: bieten hohen Grip auch in tiefer Schräglage, verbessern i. d. R. das Handling und die Zielgenauigkeit, brauchen jedoch etwas bis sie auf Betriebstemperatur sind, bei kalten Außentemperaturen oft Einbußen beim Grip, Laufleistung gering bis befriedigend
  • Tourenreifen: sind auf maximale Lebensdauer ausgelegt und sollen auch bei schlechtem Wetter funktionieren, Gripniveau eher durchschnittlich, nicht für sportlichen Einsatz tauglich, i. d. R. hohe Laufleistungen möglich
  • Tourensportreifen/Sporttourenreifen: versuchen die Tugenden von Sport- und Tourenreifen zu kombinieren, ohne dabei die Schwächen zu übernehmen. Dies wird z. B. durch den Einsatz harter Gummimischungen in der Reifenmitte und weicherer Mischungen an den Flanken erreicht: hohe Laufleistung bei Autobahn-Fahrten und trotzdem guter Grip in Kurven. Die Reifenkonturen sind mittlerweile denen der Sportreifen sehr ähnlich, was ihnen fast so gute Fahreigenschaften beschert. Der Grip auf nasser Fahrbahn ist bei den aktuellen Modellen zum Teil hervorragend. Für die meisten Motorradfahrer der beste und alltagstauglichste Kompromiss.
  • Offroad-Reifen: haben Stollen oder zumindest grobes Profil, damit sie auch auf losem Untergrund Haftung aufbauen. Auf Asphalt eher schwammiges Fahrgefühl und weniger Haftung. Für die beliebten Reiseenduros gibt es mittlerweile diverse Reifen, die tendenziell eher auf Straßentauglichkeit ausgelegt sind und im Gelände nur noch bedingt funktionieren.

Eine gute Übersicht über den Einsatzzweck der aktuellen Reifenmodelle liefert diese Grafik.

Bei der Reifenentwicklung ist in den letzten 20 Jahren immens viel passiert. Wer ein altes Motorrad mit einem alten Reifenmodell fährt, sollte sich informieren, was es für das Modell an modernen Reifen gibt. Der Unterschied im Fahrverhalten ist mitunter gravierend. Mitunter werden auch noch über 10 Jahre nach dem Ende der Bauzeit eines Modells moderne Reifen vom Hersteller dafür freigegeben.

BauweisenBearbeiten

DiagonalreifenBearbeiten

Diagonalreifen waren bis in die 1980er Jahre weit verbreitet. Sie weisen mehrere schräg (diagonal) überkreuzte Karkassenlagen auf. Heute sind sie von den Radialreifen verdrängt worden und nur noch bei Oldtimer-Bikes und bei älteren Motorrädern üblich. Im Offroad-Bereich werden sie teilweise noch eingesetzt, weil die (im Straßenbetrieb unerwünschte) starken Beweglichkeit ihrer Lauffläche eine bessere Selbstreinigung im Schlamm und eine bessere Anpassung an unebene Untergründe gewährleistet. Die Größenbezeichnung bei Diagonalreifen, z. B. 6.40-15, drückt im ersten Wert die Reifenbreite in Zoll aus, hier also 6,4" (ca. 16,3 cm), und der zweite gibt den notwendigen Felgendurchmesser für diesen Reifen in Zoll an. Solange sich keine Reifenbindung oder der Hinweis "Reifenpaar nur von einem Hersteller" im Fahrzeugschein befinden, dürfen in Deutschland Diagonalreifen verschiedener Hersteller auf verschiedenen Achsen kombiniert werden. Mischbereifung, also das Verwenden von Diagonal- und Radialreifen an einem Motorrad, ist ohne anders lautende Freigabe verboten.

RadialreifenBearbeiten

Das Prinzip der Radialreifen beruht auf einer klaren Trennung der Funktionen im Reifenunterbau. Dazu zählen radial angeordnete Karkassenlagen für besseres Einfedern, dazu stabilisierende Gürtellagen unter der Lauffläche. Innerhalb der Karkasse liegen die gummierten Cordfäden (Aramid, Glasfaser, Stahl) in einer oder mehreren Lagen radial, also im rechten Winkel zur Laufrichtung. Der Effekt ist, zusätzlich zur höheren Laufleistung, eine erhebliche Verbesserung gegenüber den Diagonalreifen in Bezug auf Haftung bei Nässe und in Kurven sowie bei den Laufeigenschaften, z. B. ist die Ausdehnung des Reifens bei hohen Geschwindigkeiten stark vermindert. Radialreifen neigen insgesamt weniger zur Verformung.

Der gleichbedeutende Begriff „Gürtelreifen“ für den Radialreifen entstand wegen der gürtelförmigen Lage der härteren Schicht unterhalb der Lauffläche.

Radialreifen dürfen in Deutschland ohne anderslautende Freigabe nicht mit Reifen diagonaler Bauart kombiniert werden.

GespanneBearbeiten

Gespanne fahren (normalerweise) keine Schräglagen, daher fahren sie teilweise Autoreifen, die nicht an den Seiten abgerundet sondern "eckig" sind. Auf Gespannen dürfen runderneuerte Reifen gefahren werden. Dabei können auch andere Profile aufvulkanisiert werden, z.B. für den Betrieb im Winter oder im Gelände, z.B. bei Reifen Immler.

ReifendimensionBearbeiten

Ein Motorradreifen wird durch folgende Angaben bestimmt:

Alle Daten sind auf dem Motorradreifen seitlich ersichtlich.

Alte Bezeichnungen Bearbeiten

Beispiel:

Vorne: 3.25 S19 / Hinten: 4.00 S18

Die Zahl mit dem Punkt getrennt gibt die Reifenbreite in Zoll an. Der Buchstabe gibt den zulässigen Geschwindigkeitsbereich an und die Zahl dahinter steht für den Reifendurchmesser von Wulst zu Wulst bzw. die Felgengröße.

Ein noch älteres Beispiel.

Vorne: 26 - 3.25 / hinten: 26 - 3.50

Die Zahl mit dem Punkt getrennt gibt wiederum die Reifenbreite in Zoll an. Die davor stehende Zahl bezeichnet den Reifenaussendurchmesser. Das nachstehende Beispiel bezeichnet den selben Reifen, nur das hier die Felgengröße angegeben ist.

Vorne: 19 - 3.25 / hinten: 19 - 3.50

Aktuelle Bezeichnungen Bearbeiten

So bedeutet die Aufschrift 160/60 ZR 17 (69W) TL M/C folgendes:

160 bedeutet der Motorradreifen ist (ca.) 160 mm breit
60 gibt das prozentuale Verhältnis von Reifenbreite zu Reifenquerschnitt an, in unserem Beispiel sind das 96 mm.
ZR Radialreifen für Vmax über 240 km/h
17 gibt den Felgendurchmesser in Zoll an.
69W Tragfähigkeitsindex 69 (325 kg), Speedsymbol W bedeutet eigentlich 270 km/h, es steht hier aber in Klammern und das bedeutet, der Reifen ist für Geschwindigkeiten größer 270km/h freigegeben
TL ist eine Abkürzung für Tubeless und bedeutet schlauchlos.
M/C steht für Motorcycle (Pflichtkennung für Amerika). Dieses Kennzeichnung, muss spätestens seit Mai 2003 auch auf Motorrad- und Rollerreifen in 13 Zoll bis 19 Zoll aufgebracht sein.

Die Aufschrift 130/80-18 69S TT bezeichnet einen Diagonalreifen und hierbei:

- anstelle ZR deutet auf Diagonalbauweise hin.
TT Tube Type, Reifen mit Schlauch
S Speedsymbol, hier 180 km/h
andere Angaben siehe oben.

Geschwindigkeitsindex Bearbeiten

Der Geschwindigkeits- oder auch Speed Index ist wie folgt codifiziert:

A1 = 5 km/h, A2 = 10 km/h, A3 = 15 km/h, A4 = 20 km/h, A5 = 25 km/h, A6 = 30 km/h, A7 = 35 km/h; A8 = 40 km/h,
B = 50 km/h, C = 60 km/h, D = 65 km/h, E = 70 km/h, F = 80 km/h, G = 90 km/h,
J = 100 km/h, K = 110 km/h, L = 120 km/h, M = 130 km/h, N = 140 km/h,
P = 150 km/h, Q = 160 km/h, R = 170 km/h, S = 180 km/h, T = 190 km/h,
U = 200 km/h, H = 210 km/h, VR = > 210 km/h, V = 240 km/h, ZR = > 240 km/h,
W = 270 km/h, Y = 300 km/h.

Das Kürzel ZR gilt generell für Reifen über 240 km/h und ist oft noch mit einem Zusatz versehen. Beispiel: 225/45 ZR 17 Y.

Diese Angaben müssen in Deutschland mit den Daten im Fahrzeugschein übereinstimmen. Wichtig ist, dass die Kombinationen aus Vorder- und Hinterradbereifung eingehalten werden.

Bei vielen zugelassenen Motorrädern werden sogar explizit Hersteller und Modellbezeichnung der zu verwendenden Reifen vorgeschrieben. Um etwas freier bei der Reifenwahl zu sein, kann man allerdings versuchen die Reifenbindung von TÜV oder DEKRA „austragen“ zu lassen. Besteht nämlich kein Herstellereintrag hat man die freie Wahl zwischen den Anbietern.

Eine weitere Möglichkeit ist die Freigabebescheinigung eines Reifenherstellers. Den darin eingetragenen Reifen darf man dann optional nutzen. Die Freigabebescheinigung erweitert die Liste im Fahrzeugschein ohne jeden bürokratischen Aufwand. Sie gibt es beim Reifenhändler oder beim Reifenhersteller, auch per Download von der Firmen-Homepage. Die Continental AG bietet die Bescheinigung sogar im Kreditkarten-Format an. Die Freigabebescheinigung ist zusammen mit dem Fahrzeugschein (bzw. der Zulassungsbescheinigung) mitzuführen. Normalerweise sollte sie dazu von einem Reifenhändler bzw. einer Kfz-Werkstatt abgestempelt sein.

Haltbarkeit und ProfilBearbeiten

Spätestens 5 bis 7 Jahre nach der Herstellung sind Reifen ausgehärtet und müssen unabhängig von der Profiltiefe ersetzt werden, da sie dann nur noch sehr wenig Haftung bieten und Stürze z. B. beim plötzlichen Bremsen verursachen können. Das Baujahr erkennt man an der letzten Ziffer des Zahlencodes auf der Reifenflanke. Dort ist seit einigen Jahren die sogenannte DOT-Nummer einvulkanisiert. Die ehemals drei - heute vierstellige Zahl zeigt die Produktionswoche, sowie das Produktionsjahr an. Bei Reifen ab dem Jahr 2000 ist die Bezeichnung immer vierstellig, z. B. 2203 = 22. Produktionswoche des Jahres 2003. Die Produktionswoche kann sich um eine Woche von der Kalenderwoche des jeweiligen Jahres unterscheiden.

Laut StVO darf die Profiltiefe 1,6 mm nicht unterschreiten (bei Mopeds, Klein- und Leichtkrafträdern 1 mm Quelle), oft werden 2 mm als Richtwert zum Wechsel empfohlen. Jeder Verkehrspolizist hat einen Profiltiefemesser dabei und bei Unterschreitung gibt's zum Bußgeld 3 Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister. Da schon aus Kostengesichtspunkten ein Unfall oder Sturz gravierendere Folgen hat als ein Satz neuer Reifen, soll schon im Eigeninteresse auf die Profiltiefe geachtet werden. Falls diese jedoch in einer Ausnahmesituation unterschritten wird und die fälligen Punkte den Erhalt des Führerscheins gefährden, könnte mit anwaltlicher Hilfe die Tauglichkeit des verwendeten Profilmessgerätes und des Meßverfahrens zu bezweifeln. Stichwort hierzu: (Ermittlung der) Meßmittelfähigkeit.

Unter 0,5 mm wird es auch im Trockenen richtig gefährlich, da der Reifengummi hier sehr hart wird - man fährt fast schon auf der Karkasse.

Die auf dem Reifen aufgebrachten Stege - TWI = Tread Wear Indicator - sind übrigens keine Aussage über die gesetzlich zulässige Mindestprofiltiefe. Die TWI geben die Grenze an, bis zu der der Hersteller die Eigenschaften des Reifens sicherstellt.

Im Rennsport werden im Trockenen profillose Reifen ("Slicks") verwendet, da sie bei diesen Bedingungen ein Höchstmaß an Grip bieten. Der Gesetzgeber sieht für straßenzugelassene Reifen jedoch einen Negativprofilanteil von mindestens 4% der Lauffläche vor, dieser wird bei diversen Sportreifen verschiedener Hersteller bereits ausgereizt.

Auch wenn bei Motorradreifen auf Grund der kleinen Reifenaufstandsfläche eher die Zusammensetzung der Gummimischung (z. B. Höhe des Silica-Anteils) den Nassgrip bestimmt, kann bei extremem Regen ein gutes wasserabführendes Profil den Unterschied zwischen Sturz und Weiterfahrt ausmachen.

Wie lange Reifen brauchen, bis sie abgefahren sind, hängt neben der Art des Reifens (s. o.) entscheidend von der individuellen Fahrweise und Leistung des Motorrades ab. "Spätbremser" brauchen mehr Vorderreifen, sportliche Fahrer auch reichlich Hinterreifen. Normalerweise halten Sportreifen ca. 2.000 bis 6.000 km, Tourensportreifen ca. 6.000 bis 14.000 km. Reifen sind ein großer Kostenfaktor beim Motorradfahren!

Sonderfall Metzeler Roadtec Z6Bearbeiten

Wer Metzeler Roadtec Z6 fährt, nimmt besser ein Bildoder einen Zeitungsausschnitt, auf dem der Reifen abgebildet ist, auf jede Fahrt mit. Grund: Er hat hinten kein Profil in der Mitte der Lauffläche und es ist offenbar schon vorgekommen, dass die Polizei dies so nicht geglaubt hat und von einem abgefahrenen Reifen ausging. Durch eine entsprechend haftfähige Gummimischung ist das fehlende mittige Profil des Hinterreifens jedoch kein Problem auf nasser Fahrbahn.

Das fehlende Profil in der Reifenmitte macht es auch schwierig, eine abgefahrenen Z6 zu erkennen. Gerade vor längeren Touren sollte die Verschleißkontrolle daher sehr sorgfältig erfolgen, um böse Überraschungen in Form eines sichtbar werdenden Reifengürtels zu vermeiden.

LuftdruckBearbeiten

Der richtige Luftdruck trägt entscheidend zum Funktionieren des Reifens bei. Darum den Luftdruck penibel kontrollieren, mindestens monatlich. Bei Fahrten mit Sozia und/oder mit viel Gepäck muss der Luftdruck ggf. erhöht werden (wenn es nicht nur bis zur Eisdiele geht). Wieviel richtig ist, steht im Fahrerhandbuch deines Motorrads. Da dieser Wert oftmals nur für die Reifen der Erstausstattung gilt, sollte im Zweifelsfalls der korrekte Luftdruck beim Reifenhersteller erfragt werden.

Verlierst du nennenswert Luftdruck (über 0,3 bar pro Monat), hast du wahrscheinlich einen Reifenschaden, das Ventileinsatz ist undicht oder locker. Hier ist die Fahrt zur Werkstatt des Vertrauens unvermeidlich, es sei denn du nimmst in Kauf, dass dir der Reifen auf der Autobahn um die Ohren fliegt. Bevor du eine lange Reise antritts, kontrolliere den Zustand der Reifen und des Ventils vorsichtshalber.

Bei hohen Geschwindigkeiten kann der Ventileinsatz durch die Fliehkräfte zeitweise undicht werden. Daher sollte man stets mit aufgeschraubter Ventilkappe fahren, diese verhindert, daß allzuviel Luft verloren geht. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten empfiehlt sich die Verwendung verstärkter Ventileinsätze (stärkere Feder) und von Metallkappen anstelle der Kunststoffkappen. Metallkappen mit integriertem Ventilschlüssel machen es möglich, ggf. den Einsatz nachzuziehen.


ReifenkaufBearbeiten

Beim Reifenkauf gibt es die prinzipiell die Möglichkeit, diese entweder beim Reifenhändler in der Nähe oder über das Internet zu kaufen. Der Onlinehandel bietet meistens günstigere Preise als der örtliche Händler, der Händler vor Ort kann aber direkt montieren. Reifenhändler, die einer Einkaufsgemeinschaft (z.B. "Point S") angehören, können bei den Preisen der Onlinehändler eher mithalten. Beim Preisvergleich sind natürlich die Montagekosten und etwaige Versandkosten zu beachten.

Onlinehändler versenden die Reifen zu Dir nach Hause oder zu einer Werkstatt Deiner Wahl. Leider weigern sich manche Werkstätten, angelieferte Reifen zu montieren oder verlangen höhere Preise für Montage/Wuchten, als wenn man sie direkt dort gekauft hätte. Es kann trotzdem günstiger sein. Rücksprache halten!

Reklamationen sind bei Versandhändlern leicht, so lange der Reifen noch nicht benutzt wurde. Dann gilt die gesetzliche Rückgabefrist von 15 Tagen. Die Rückabwicklung über einen Onlinehändler kann unter Umständen beschwerlicher als über den vor-Ort-Händler. Dies gilt gerade bei Reifen fortgeschrittenen Alters.

Bekannte Reifenversandhändler sind:


Hersteller Bearbeiten

Auswahl von Herstellern (alphabetisch):


Reifenschäden Bearbeiten

Am Motorrad kommen häufig Schäden durch eingefahrene Schrauben und Nägel vor. Mit Reifenpilot-Spray oder Reparatursets und Druckluft oder einer Pumpe kann man bis zum nächsten Händler weiterfahren und dort einen neuen Reifen aufziehen lassen.


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