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Supermoto

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Supermoto, ursprünglich und weiter gebräuchlich Supermotard (frz. für Superbikers), ist ursprünglich eine spezielle Art von Motorrädern, um damit auf kleineren Rundkursen zu fahren, bezeichnet aber auch die mit derartigen Maschinen abgehaltenen Rennsportserien.

Aprila SXV 450 links.jpg

2006er Aprilia SXV 450 mit V2-Motor

Motorrad Bearbeiten

Die Maschinen finden ihren Ursprung im Enduro- oder eher im Motocross-Bereich. Für den Einsatz im Supermoto werden in der Regel Einzylinder-, seltener Zweizylinder-Motorräder mit 125 bis 700 cm³ Hubraum umgebaut.

Der Hauptunterschied liegt in der Verwendung von Straßenreifen oder Slicks auf entsprechend kleineren (17 oder 16,5 Zoll) und breiteren (vorn bis 3.50, hinten bis 5.50 Zoll) Felgen. Es erhält ein straffer abgestimmtes Fahrwerk mit kürzeren Federn, sowie leistungsstärkere Bremsen am Vorderrad.

Moderne straßenzugelassene Supermotos sind inzwischen meist klar auf das Befahren von Landstraßen und Bergpässen ausgelegt. Dadurch haben sich Veränderungen in der Bauweise ergeben, die sie klar von umgebauten Moto-Crossern unterscheiden. Zum Beispiel sind die langen Federwege kürzer geworden, die Lenkgeometrie hat sich verändert und die Motorräder sind besser ausgerüstet (E-Starter, komplettes Cockpit). Auch rollen Supermotos heute nicht mehr zwingend auf Drahtspeichenfelgen.

Inzwischen werden Supermotos von mehreren Herstellern direkt als solche gebaut und vermarktet, die bekanntesten sind KTM, Husqvarna, MZ, Husaberg, Suzuki, Yamaha und Aprilia.

Rennsportserie Bearbeiten

Supermoto (oder kurz „SuMo“) ist ein noch sehr junger Motorradsport, der seit etwa 1985 in Europa betrieben wird. Der Ursprung liegt u. a. in Amerika, wo der Supermoto-Sport unter dem Namen Superbikers (nicht zu verwechseln mit Superbike) entstand. Die Idee war, aus den drei Motorrad-Sportarten Motocross, Straßenrennsport und aus Dirttrack oder Flattrack, der amerikanischen Version des Speedway, die besten Fahrer, also die „Superbikers“ zu ermitteln. Daher ist der im europäischen Ausland gebräuchliche Begriff Supermotard eigentlich zutreffender. Dieser stammt aus Frankreich, wo der Sport schon seit mehreren Jahrzehnten in der hierzulande üblichen Form betrieben wird. So haben echte SuMo-Strecken einen Asphalt-, einen flachen Kies- und einen hügeligen Offroad-Teil. Der Asphaltanteil beträgt in der Regel 70 bis 80 %, der Offroad-Anteil 20 bis 30 %.

Die Faszination dieser Sportart liegt in atemberaubenden Drifts und halsbrecherischen Überholmanövern. Die Fahrtechniken lassen jegliche Vorstellung physikalischer Grenzen verblassen. Dennoch sind die Verletzungen bei Stürzen in diesem Sport weniger gravierend als beim reinen Straßenrennsport oder beim Motocross, da die Geschwindigkeiten nicht so hoch sind wie bei Strassenrennmaschinen und die Sprünge im Offroad-Teil nicht so hoch sind wie bei Moto-Crossern.

Wettbewerbe Bearbeiten

Die Wettbewerbe werden meist auf außenliegenden Rennstrecken, oft Kartbahnen, ausgetragen, welche für den Supermoto-Sport gegebenenfalls umgebaut werden (engere Kurven, verwinkelte kurvige Passagen). Es kommt jedoch auch häufig vor, dass Supermoto-Rennen in Karthallen ausgetragen werden. Als Offroadanteil dient dann z. B. ein Teil einer anliegenden Motocross-Strecke oder ein an die Kartbahn angrenzender Grünstreifen.

Die zunehmende Beliebtheit von Supermotos hat zur Entstehung zahlreicher neuer Wettbewerbe geführt; unter ihnen auch die Deutsche Meisterschaft. Auch mehrere Markencups und Talentcups sind entstanden, um den Nachwuchs zu fördern, zum Beispiel der Nachwuchscup von KTM und dem ADAC.

Theoretisch lässt das sehr freizügige Reglement Hubräume bis 1.200 cm³ zu, gegen die lediglich das damit einhergehende hohe Maschinengewicht spricht. In der Weltmeisterschaft unterscheidet man zwischen den Klassen S1 und S2.

Neueste Entwicklung in diesem Bereich ist die Megamoto-Klasse. Hier sollen Supermoto-Maschinen mit wahlweise 2 oder 3 Zylindern und Hubräumen von 850 bis 1.250 cm³ auf bis zu 5.500 m langen Rundkursen gegeneinander antreten. KTM, Ducati und BMW haben mit der 990 Supermoto, der Hypermotard bzw. HP2 Megamoto bereits passende Modelle am Markt. Wann die ersten Rennen gefahren werden, ist derzeit allerdings reine Spekulation.

Weltmeisterschaft Bearbeiten

Die FIM-Supermoto-WM wird von der Firma Youthstream veranstaltet.

Klassen bis 2006:

  • S1 ohne Hubraumlimit
  • S2 bis 450 cm³

Klassen ab 2007:

  • S1 bis 450 cm³
  • S2 ab 475 cm³

Fahrerweltmeister Bearbeiten

  • 2005
    • Klasse S1: Gerald Delepine auf Husqvarna
    • Klasse S2: Boris Chambon auf KTM
  • 2006
    • Klasse S1: Bernd Hiemer auf KTM
    • Klasse S2: Thierry van den Bosch auf Aprilia
  • 2007
    • Klasse S1: Thomas Chareyre auf Husqvarna
    • Klasse S2: Gerald Delepine auf Husqvarna

Deutsche Meisterschaft Bearbeiten

  • 2006
    • Klasse S1: Petr Vorlicek auf Suzuki
    • Klasse S2: Michael Hermann auf KTM
  • 2007
    • Klasse S1: Petr Vorlicek auf Suzuki
    • Klasse S2: Jochen Jasinski auf Husaberg


Ausrüstung Bearbeiten

Die Fahrer trugen ursprünglich Motocross/Enduro-Bekleidung. Der jedoch immer schneller werdende Rennsport verlangt auch nach höheren Sicherheitsmaßnahmen. Auch die Aerodynamik verlangt es, dass im Supermoto-Sport nun Lederkombis (Einteilige Lederanzüge mit eingearbeiteten Protektoren) getragen werden. Dies gibt die nötige Sicherheit bei Stürzen und stellt die geringste Angriffsfläche für Fahrtwind dar. Markant bleiben jedoch die Cross-Helme und Cross-Stiefel, welche die Supermoto-Fahrer von Straßenrennfahrern abheben.

Weblinks Bearbeiten


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Supermoto aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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