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Neben der klassischen Lederkleidung wird in den letzten Jahren Textil immer beliebter. Die Fortschritte bei den verwendeten Textil-Werkstoffen sind beachtlich. Insbesondere Tourenfahrer sieht man heute fast nur noch mit Textil. Textil kann atmungsaktiv und wasserdicht ausfallen - je höher der Preis, desto eher werden beide Ziele erreicht.

Sonderformen von Textilkleidung:

  • Spezielle Sommerkleidung, die besonders atmungsaktiv ist, aber nicht wasserdicht
  • Einteilige Kombis, die über Alltagskleidung getragen werden und für Stürzen und Wetter schützen sollen
  • Kleidung im Look vom Alltagskleidung, z.B. Motorradjeans mit Schutzfunktion
  • Spezielle Unterwäsche, die Schutzfunktionen erfüllt

Wasserdichtigkeit wird über Membranen erreicht. Es gibt verschiedene Marken von Membranen (z.B. Goretex, Smypatex usw.), die nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Dabei werden im allgemeinen drei Arten der Verarbeitung unterschieden:

  • Die Membran ist auf der Innenseite der Kleidung angenäht - das gängige Verfahren im unteren Preissegment.
  • Die Membran ist eine eigene Lage und kann wahlweise getragen oder entfernt werden - ideal bei hohen Temperaturen. Bei Regen und Kälte sollte darunter lange Unterwäsche getragen werden. Bei einsetzendem Regen unpraktisch, da die Kleidung für den Wechsel ausgezogen werden muss. Mittleres und oberes Preissegment.
  • Die Membran ist fest mit Obergewebe laminiert (Z-Liner) - ideal bei feucht-kaltem Wetter, da die Oberschicht nicht durchnässt wird. Gehobenes Preissegment (ab 500 Euro pro Teil).

Die Kleidung wird in der Regel imprägniert, um wasserabweisend zu sein.

VorteileBearbeiten

  • Einsteigerausrüstung aus Textil ist günstiger als vergleichbares Leder.
  • Winddicht (wie Leder)
  • bei guter Qualität wasserdicht
  • Sicherheit durch Protektoren (wie Leder)
  • Atmungsaktiv durch Membranen
  • Belüftungsreissverschlüsse lassen sich bei Hitze öffnen, dadurch bei hohen Temperaturen viel angenehmer als Leder
  • Bei starker Kälte kann oft ein Innenfutter eingehängt werden, das einer Winterjacke entspricht. So kann man auch bei 0°C fahren.
  • meistens viele Taschen
  • gute Bewegungsfreiheit durch weichen Stoff
  • Textil regelt die Temperatur, während es in Leder leichter zu warm oder zu kalt werden kann.

NachteileBearbeiten

  • Textil ist im allgemeinen nicht ganz so abriebfest wie Leder, aber viele Werkstoffe kommen Leder schon sehr nahe und an Sturzstellen (Schultern, Ellenbogen) wird bei höherwertiger Textilkleidung teilweise Leder aufgenäht.
  • Mit Textilkleidung hat man im Fall eines Unfalls einen längeren "Anhalteweg" da Leder deutlich besser verzögert. Dadurch wird die Fahrbahn eher verlassen als mit Leder, was zu Anprallverletzungen führen kann.
  • Im Allgemeinen weitere Passform. Durch zu weite Ärmel können flattern und zu tauben Armen und blauen Flecken führen. Beim Verrutschen der Kleidung können die Protektoren nicht mehr schützen.


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